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Fenster (Sicherheit Haus & Objekt)

Einfamilienhäuser und Erdgeschosswohnungen sind das klassische Betätigungsfeld von Einbrechern. Fenster, Balkon- und Terrassentüren sind zahlreich vorhanden und häufig nicht von der Strasse oder durch Nachbarn einzusehen und obendrein leichter zu überwinden weil schwieriger als Türen zu sichern. In weniger als die Hälfte der Fälle lassen Einbrecher sich zweimal bitten, durch offene oder in Lüftungsstellung gekippte Fenster und Balkontüren einzusteigen. Sollten die Fenster oder Türen geschlossen sein, werden sie am Rahmen gewaltsam aufgehebelt oder das Glas eingeschlagen und durch die Bruchöffnung entriegelt.

Entgegen dem Volksglauben wirkt Isolierglas nicht einbruchshemmend, höchstens kälteeinbruchshemmend. Geanusowenig schützt Drahtglas oder Feuerschutzglas vor dem Einschlagen, es verhindert lediglich gefährliche Splitter. Fenster werden eher selten eingeschlagen, trotzdem sollten Sie beim Renovieren und Neubauten grundsätzlich eine angriffshemmende Verglasung verbauen (etwa DIN 52290, DIN V 18054). Von innen können Sie nachträglich eine schlagfeste Kunstglasscheibe vor dem Fensterglas montieren oder die Glasscheibe mit einer angriffs- und zugleich durchwurfshemmenden Spezialfolie beschichten. Bei Dachfenstern, Keller- und Nebenräumen können Sie bei kleineren Fenstern das Glas gegen Polycarbonatscheiben austauschen. Lochgitterblenden aus stabilem Stahlblech eignen sich für die Innensicherung von Kellerfenster.

Das klassische Aufhebeln mittels Kuhfuss oder Brecheisen von Fenstern und Fenstertüren ist weitverbreitet. Rundum-Verriegelungssysteme und Spezialbeschläge, die meistens auch selbst montiert werden können erhöhen die Sicherheit. Schwenkhebelverschlüsse und abschliessbare Fenstergriffe für Balkon- und Terrassentüren allein sind unzureichend. Hierzu müssen Rundum-Verriegelungssystemen oder bei Hebe- und Schiebetüren mit Stangenverschlüssen bzw. Blockierschienen kombiniert werden. Eine effektive Billigvariante ist eine einfache Quadratleiste bei Schiebetüren, die von innen passgenau zwischen das aufschiebbare Türelement und die Maueraussparung für den Rahmen auf den Boden gelegt wird und dadurch ein Verschieben des Türelements verhindert.