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Raubüberfall (Gefahren unterwegs)

Strassenräuber könnten den Titel des ältesten Gewerbes der Welt als Raubüberfall strittig machen. Nicht nur Casanova erlebte auf Reisen in fremden Länder Raubüberfälle, wobei er schon so vorsichtig war, selbst nach einer Kutschenpanne als die Kutscher wegliefen sich die grossen Pistolen und seinen Degen aus dem Wrack zu holen und seinen Diener nach Hilfe zu schicken - bei dieser Gelegenheit berichtet er allerdings von keinem Überfall.

Raubüberfall in Spanien

Die »berühmten« deutschen Touristen in Spanien zur Urlaubszeit werden von den dortigen Strassenräubern traditionell bevorzugt. Dies betrifft nicht nur Auto-Touristen, wenn in deutschen Zügen und Bahnhöfen jährlich 25'000 Taschen- und Handgepäckdiebstähle gemeldet werden, kann man sich die Situation in anderen Ländern vorstellen.

Strassenräuber »peilen die Lage« bevor sie ahnungslose Opfer überfallen. Autobahnraststätten, Tankstellen, Grenzübergänge, Geldwechselstuben, Banken, Geldinstitute oder Bankomaten sind beispielsweise Orte der Auskundschaftung.

Raubüberfall auf Autobahnraststätten und Tankstellen

Auf Autobahnraststätten und Tankstellen sind die Fahrzeuge der Opfer meistens auf den gesamten Inhalt zu inspizieren, dort stehen die Türen weit offen um die Hitze entweichen zu lassen, der Kofferraum wird geöffnet um einen Kaffethermos zu holen oder gleich bei geöffnetem Kofferraum einen Jausen zu machen - wird man dabei von Fremde angesprochen, kreisen schon die Geier. Ist der Familienvater alleine beim Ölstand kontrollieren, während die Familie sich frisch macht, könnte es sein, dass Ganoven im Teamarbeit das Familienauto entwenden. Dabei wird das Opfer Behindert, Bedrängt oder Bedroht, so dass er das Stehlen seines Fahrzeugs nicht verhindern kann, die Räuber verschwinden anschliessend in einem zweiten Fahrzeug - der Raubüberfall dauert keine zwanzig Sekunden.

Raubüberfall auf unbeleuchtete Autobahnparkplätzen

Nachts auf vorzugsweise unbeleuchtete Autobahnparkplätzen, selbst in Deutschland, kann allerhand passieren. Müde Autofahrer möchten mal zehn Minuten ein Nickerchen machen, ist die Fahrzeugtüre dabei nicht verschlossen, reissen Strassenräuber die Tür auf, sprühen Pfefferspray in die Augen des Opfers, zerren ihn aus dem Wagen und fahren mit dem geraubten Wagen weg. Dies betrifft nicht nur allein reisende Vertreter, Geschäftsleute oder Kuriere. Wer beim Pinkelngehen seinen Wagen nicht abschliesst, könnte zu Fuss weitergehen müssen. Wer beim Pinkelngehen seinen Wagen abschliesst, könnte während dem Pinkeln niedergeschlagen werden, wonach die Täter die Autoschlüssel aus den Hosentaschen Rauben und mit dem Fahrzeug fliehen.

Raubüberfall an Grenzübergängen und Geldwechselstuben

An Grenzübergängen und Geldwechselstuben verhalten sich Touristen meistens etwas unbeholfen, sie befinden sich in einem ungewohnten Umfeld. Strassenräuber können hier Geldbeträge, Währungen, Inhalte von Taschen, Jacken und Fahrzeugen relativ ungehindert einsehen und einen Raubüberfall weitsichtig planen. Potentielle Opfer werden so über längere Strecken verfolgt, bis sich eine Gelegenheit bietet ohne grosses Risiko sie zu überfallen. Dies können Autobahnraststätten und Tankstellen sein, aber auch Autobahnparkplätzen, andere Parkplätze, Reifenpannen, nach dem Weg fragen, oder direkte Angriffe beziehungsweise Fallen und Tricks sein.

Raubüberfall nach Geldabheben

Banken, Geldinstitute oder Bankomaten sind Orte an denen Menschen häufig Geld abheben. Ne, wirklich - das wissen sogar die dümmsten Strassenräuber. Leute zählen das abgehobene oder gewechselte Geld nach und haben dabei Geld und Brieftasche offen für die Welt in den Händen. Zeitgenossen, die sich anschliessend in clicheehafte dunkle und abseits gelegenen Strassen begeben, leben traditionell sehr gefährlich. Eine öffentliche Toilette kann ebenso zum Verhängnis werden wie Tunnel oder Unterführungen, einsame Parkanlagen und ähnliches. Die Räuber benutzen traditionsgemäss »Totschläger«, Schlagstöcke und Sandsäcke, von Elektroschocker ist auch schon die Rede gewesen, um das Opfer nieder zu schlagen oder zu betäuben. In letzter Zeit soll auch Pfefferspray stellenweise in die Mode gekommen sein.

Traditionelle Maschen beim Raubüberfall

Durch billige aber traditionsreiche Maschen wie »haben Sie mal Feuer?«, »können Sie mal wechseln?«, »haben Sie mal 'ne Zigarette?« oder »wissen Sie wo der Bahnhof ist?« werden potentielle Opfer bemustert, auf ihr Verhalten geprüft und nach Beute ausgespäht. Nach der nächsten Strassenecke wird das Opfer überfallen, oder auch gleich bei der Anmache ein Springmesser, Stilett oder Butterflymesser an den Hals des Opfers gehalten und standesgemäss ausgeraubt.

Motorisierter Raubüberfall

In einigen Urlaubsländern üben Schmalspur-Gangster den Sport des motorisierten Strassenraubs aus. Pubertierende und Jugendliche setzen sich zu zweit auf eine Vespa, verzeihung, Motorrad, und reissen in zügiger Vorbeifahrt Taschen, Fotoapparate und andere sichtbar getragene Gegenstände von überraschten Fussgängern an sich. In brutaleren Fällen wird sogar angehalten und Körper- oder Waffengewalt gegen die Opfer eingesetzt mit folgende Verletzungen bis Bewusstlosigkeit. Eine ähnliche kriminelle Sportart verwendet anstatt eines Motorrades, Rollerblades beziehungsweise Rollerskates oder auch Fahrräder als Fortbewegungsmittel, es gibt sogar »joggende« Strassenräuber.

Ältere Menschen und besonders Frauen und Alkoholisierte Personen gelten den Strassenräubern als leichte Beute. Diese Opfer sind zumeist durch Unbeweglichkeit, schwächere Statur oder eben durch den Alkoholeinfluss und Überrumpelung weitgehend wehrlos.