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Täterprofile Einbrecher

In Deutschland schlägt jede dritte Minute ein Einbrecher zu. Und das nicht nur wenn es dunkel ist - ein Drittel dieser Einbrüche wird von den schweren Jungs am hellichten Tag verrichtet. Sie bevorzugen Wohnungen und Einfamilienhäuser. In Großstädten nutzten Einbrecher sogar überwiegend tagsüber die Abwesenheit der Wohnungsinhaber aus.

Einbrecher sind Quereinsteiger mit verschiedene kriminelle Wurzeln.

  • Der klassische Einbrecher geht dieser Tätigkeit nach, wie andere Leute ihrer täglichen Arbeit. Er betreibt es wie ein Geschäft oder gleich einem Freiberufler - nimmt Aufträge an, organisiert seine Leute, oder macht einfach wo mit und bestreitet seinen Lebensunterhalt halt mit Einbrüchen. Er betrachtet die Strafen seiner Tätigkeit als Geschäfts- oder Berufsrisiko - wenn er aus dem Bau kommt ist er wieder im Geschäft. Manche lassen es nach abgesessener Haftstrafe aber tatsächlich gut sein. Klassische Einbrecher sind nicht sonderlich sozial ausgerichtet.
  • Drogensüchtige Kriminelle müssen, meistens desperat, um ihren Drogenkonsum aufrecht zu erhalten, neben anderen hauptsächlich illegalen Aktivitäten auch Einbrüche durchführen. Sie sind im Allgemeinen unberechenbar. Wenn sie angst haben, dann ist es nicht vor der Erziehungsanstalt oder dem Gefängnis, sondern die Paranoia vor dem Drogenentzug. Meistens fürchten sie Strafen genausowenig wie schmerzen.
  • Organisierte Einbrecherbanden sind dagegen schon beinahe wirtschaftlich strukturierte Betriebe mit hochgezüchtete Methoden und erfolgsorientierter Einstellung. Sie suchen sich sorgfältig ihre Ziele aus und planen die Durchführung ähnlich einem geschäftlichem Vorfall. Zu ihrem unfreiwilligem Klientel gehören die Wohlhabenden mit gutsituierte Villen und Landhäuser.

Gewaltbereitschaft

Klassische Einbrecher schrecken bei zufälliger Anwesenheit der Bewohner vor Gewalt eher zurück. Die wesentlich härtere Strafe für einen Raub gegenüber einen schweren Einbruchs-Diebstahl ist den meisten von ihnen bekannt.

Drogenabhängige Kriminelle neigen je nach Natur ihrer Sucht zu den rücksichtslosesten Methoden in der Beschaffung vom Stoff. Völlig enthemmt beispielsweise, können sie mit einer unvorstellbaren Gleichgültigkeit die blutigsten Gewalthandlungen oder aber irrationelle Gewalttaten in blinder Wut verüben. Welches einen erwartet ist unberechenbar.

Einbrecher des organisierten Verbrechens wenden Gewalt und Brutalität je nach Vorgabe an. Sie schrecken demnach vor einem kaltblütigen Mord nicht zurück, falls der Plan dies einbezieht oder zulässt. Wie fremd ihnen gesellschaftlich anerkannte Wertvorstellungen sind verdeutlichen Sprüche wie »die haben eh so viel«, »wer's nicht schützen kann, dem steht's nicht zu«, oder »selber schuld, wenn sie nicht aufpassen«.

Im Allgemeinen wollen Täter von Eigentumsdelikten möglichst schnell Beute machen und unerkannt entkommen.

Sie meiden gute technische Sicherungseinrichtungen wegen der zeitintensiven Überwindung. Einbrecher brauchen auch keine Augenzeugen.